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Guinea: Gespannte Ruhe während Staatstrauer

Verfasst von afrikablog am 12. Oktober 2009

Zwei Wochen nach den blutigen Unruhen in Guinea hat am Montag eine zweitägige Staatstrauer begonnen. Die Einwohner des westafrikanischen Landes wurden angewiesen, ihre Häuser nicht zu verlassen und in aller Stille der Toten zu gedenken. Demonstrationen waren verboten, wie in Rundfunk- und Fernseherklärungen der Regierung immer wieder bekräftigt wurde. Polizisten in Kampfausrüstung patrouillierten die Straßen der Hauptstadt Conakry.
Nach amtlichen Angaben kamen bei den Protesten der Opposition am 28. September 57 Menschen ums Leben. Menschenrechtsgruppen sprechen von 157 Toten. Zudem soll es mehr als 1.000 Verletzte gegeben haben, als Soldaten das Feuer auf eine Menge von rund 50.000 Menschen in einem Stadion in Conakry eröffneten. Aus Empörung gegen die Vorfälle trat Landwirtschaftsminister Abdulrahmane Sano am Montag zurück. Die Regierung setzte eine Untersuchungskommission ein.

Der Militärherrscher von Guinea, Hauptmann Moussa «Dadis» Camara, hat das Vorgehen der Soldaten verteidigt und der Opposition verantwortungsloses Handeln vorgeworfen. Camara hatte sich im Dezember vergangenen Jahres nach dem Tod des langjährigen Machthabers Lansana Conté an die Macht geputscht.

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