Kongo: Flüchtlingsdrama
Verfasst von afrikablog am 3. November 2008
Rebellenarmee im Vormarsch – Hunderttausende auf der Flucht – missio hilft – Bitte spenden Sie!
Die Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo eskaliert. Flüchtlinge sind selbst in Flüchtlingslagern, in denen sie seit Jahren leben, nicht mehr sicher und daher wieder auf der Flucht um ihr Leben.
Ende Oktober begann die Offensive der Rebellenarmee unter Tutsi-General Laurent Nkunda. Innerhalb weniger Tage rückte sie auf die Provinzhauptstadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor und schob dabei eine Welle von Flüchtlingen vor sich her. Am Donnerstag, 30. Oktober, flohen die Soldaten der Regierungsarmee aus der belagerten Stadt. Innerhalb von nur 24 Stunden sprang die Zahl der Vertriebenen allein im Stadtgebiet von 15.000 auf 45.000!
Stündlich erreichen uns bei missio Hilferufe unserer Projektpartner aus dem Kriegsgebiet. Nachdem alle ausländischen Mitarbeiter von UNO und Hilfsorganisationen evakuiert werden mussten, bleibt die Kirche die einzige Institution, an die sich die Menschen in ihrer Not wenden können. „Unsere Mitbrüder und -schwestern sind vor Ort,” schreibt uns der Pallottiner Père Filipek, „sie tun, was in ihrer Macht steht. Aber angesichts der Katastrohe reichen die Mittel nicht aus!”.
Mit einem Soforthilfeprogramm unterstützt missio seine Partner vor Ort. Über die Ordensgemeinschaften und Pfarreien gelangt die Hilfe zu den Menschen, die oftmals nur ihre nackte Haut retten konnten.